Unser Unterrichtsprogramm

Gemeinsamer europäische Referenzrahmen für Sprachen
Du
Wir

Unser Lehrplan basiert auf drei Säulen. Die erste und wichtigste ist der gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (Common European Framework of Reference for Languages CEF). Dieses System dient als Richtlinie für die Beschreibung der Fortschritte von Sprachstudenten und skizziert, was Lernende „machen können“. Es soll eine Methode zum Lernen, Unterrichten und Bewerten bieten, die auf alle europäischen Sprachen angewendet werden kann.

Wir finden dieses System sehr hilfreich und nutzen es bei IH Belfast. Es ist eine sehr praktikable Möglichkeit, den aktuellen Kenntnisstand unserer Studenten zu beurteilen; es hilft uns und dir dabei, ein Auge auf deine Fortschritte im Rahmen deines Englischunterrichts zu haben.

Die verschiedenen Niveaus werden folgendermaßen beschrieben: A1 (Anfänger), A2 (Grundkenntnisse und Vor-Mittelstufe), B1 (Mittelstufe), B2 (obere Mittelstufe), C1 (Oberstufe), C2 (nahezu perfekt).

Für jedes Niveau bietet der CEF einen Lehrplan (ein Unterrichtsprogramm), der das beeinflusst, was wir dir beibringen. Du wirst merken, dass dieses Unterrichtsprogramm sehr praktisch ist und sich darauf konzentriert, was Lernende auf jedem Niveau „tun können“ – auf Englisch „can do“. Der Fokus liegt nicht auf theoretischem Wissen, sondern auf deiner Fähigkeit, die Sprache anzuwenden.

Die sogenannten „Can-Do-Statements“ – die Kann-Beschreibungen – basieren auf den Sprachkenntnissen und darauf, wie du in allen vier Kompetenzbereichen abschneidest. Kannst du beispielsweise alle Informationen erfragen, die du für deine Reise nach Nordirland brauchst? Verstehst du einen Vortrag in deinem Fachgebiet? Für beides brauchst du eine Menge Vokabular und Grammatikkenntnisse und deine Lehrer werden dir damit helfen, aber jede Sprache braucht einen Zweck oder einen Kontext.

Nachfolgend ein paar Can-Do-Statements für B1:

Sprechen (Interaktion und Produktion)

  • Ich kann detailliert über Erlebnisse berichten, Gefühle und Reaktionen beschreiben.
  • Ich kann kurze schriftliche Texte nacherzählen und dabei die Originalwörter in der richtigen Reihenfolge verwenden.
  • Ich kann mit den meisten Situationen umgehen, die sich bei der Reiseplanung in einem Reisebüro oder während der Reise ergeben können.
  • Ich kann nach dem Weg fragen und einer genauen Wegbeschreibung folgen.
  • Ich kann Gefühle wie Überraschung, Glück, Traurigkeit, Interesse oder Gleichgültigkeit ausdrücken bzw. darauf reagieren.
  • Ich kann zustimmen und höflich ablehnen.
  • Ich kann eine Geschichte erzählen.
  • Ich kann Träume, Hoffnungen und Ambitionen beschreiben.

Die Can-Do-Statements sind sehr praktisch, aber natürlich brauchst du Sprachkenntnisse, um sie zu erfüllen. Ein ganz einfaches Can-Do-Statement erfordert oft viele grammatikalische Strukturen und eine Menge Vokabular. Bei IH Belfast bringen wir dir die Grammatik und die Vokabeln bei, die du brauchst, um diese ganzen nützlichen Dinge tun zu können. Unten ist ein Beispiel vom B1-Niveau dafür, was du sprachlich brauchst, um „Träume, Hoffnungen und Ambitionen zu beschreiben“.

Grammatik

  • Formen des Futurs mit „will“ (future perfect, future continuous etc.)
  • going to (für Absichten)
  • Modale für Wahrscheinlichkeit (It could be, I might etc.)

Vokabular

  • I hope to/I wish to/It has always been my dream to …
  • to push yourself
  • to be determined
  • ultimate goal (Redewendungen)
  • pipe dream
  • be the making of somebody (Redensart)
  • hit the ground running
  • a thing worth doing
  • to come into your own
  • to live up to something

Aussprache

  • I will have finished
  • He’ll no doubt be successful
  • I’ve always wanted to
  • Ich kann meine Pläne, Absichten und Handlungen beschreiben und erklären.
  • Ich kann den Inhalt eines Films oder Buchs zusammenfassen und meine Reaktionen darauf beschreiben.
  • Ich kann eine einfache Kommunikation mit einer anderen Person über Themen, die mir vertraut sind oder für die ich mich interessiere, beginnen, führen und abschließen.
  • Ich kann ein Gespräch oder eine Diskussion führen, auch wenn ich vielleicht manchmal Schwierigkeiten habe, genau das zu sagen, was ich gerne sagen würde.
  • In einer lockeren Diskussion mit Freunden kann ich meine persönlichen Ansichten kundtun und die der anderen erfragen.

Hörverständnis

  • Ich kann im Allgemeinen den wichtigsten Punkten einer ausführlichen Diskussion folgen, vorausgesetzt, die Sprache ist deutlich und der Dialekt verständlich.
  • Ich kann Hypothesen aufstellen, was wohl als Nächstes passieren wird, wenn ich  eine kurze Geschichte höre.
  • Ich verstehe einfache technische Informationen, wie die Betriebsanleitungen für alltägliche Geräte.
  • Ich kann einer deutlich artikulierten Ansprache an mich in einer alltäglichen Konversation folgen, auch wenn ich manchmal darum bitten muss, bestimmte Wörter oder Sätze zu wiederholen.
  • Ich verstehe die wichtigsten Punkte der Nachrichtensendungen im Radio und in einfacheren aufgezeichneten Berichten zu Themen, die mich interessieren, wenn sie relativ langsam und deutlich vorgetragen werden.
  • Ich erfasse die wichtigsten Punkte in Fernsehsendungen über vertraute Themen, wenn sie relativ langsam und deutlich vorgetragen werden.

Lesen

  • Ich verstehe die wichtigsten Aspekte in kurzen Zeitungsartikeln über aktuelle und bekannte Themen.
  • Ich kann kurze Texte überfliegen (z. B. Zusammenfassungen) und die relevanten Fakten und Informationen herausziehen (z. B. wer was wo getan hat).
  • Ich verstehe die meisten Informationen in kurzen, einfachen Informationsbroschüren.
  • Ich verstehe einfache Mitteilungen und Standardbriefe (z. B. geschäftlich, von Vereinen oder von Behörden).
  • Ich kann Kolumnen und Interviews in Zeitungen und Magazinen lesen, in denen sich jemand zu einem aktuellen Thema oder Ereignis äußert, und verstehe die Bedeutung des Textes.
  • Ich kann die Bedeutung von einzelnen, mir unbekannten Wörtern aus dem Kontext erraten und so die Bedeutung von Ausdrücken herleiten, sofern ich mit dem Thema vertraut bin.
  • In privaten Briefen verstehe ich die Abschnitte, die sich um Ereignisse, Gefühle und Wünsche drehen, gut genug, um regelmäßig mit einem Brieffreund zu korrespondieren.
  • Ich verstehe den Inhalt einer klar strukturierten Geschichte und erkenne, welches die wichtigsten Episoden und Ereignisse sind und was an ihnen bedeutsam ist.

Schreiben

  • Ich kann einfache Texte über eine Reihe von Themen in meinem Interessensgebiet schreiben und meine persönlichen Ansichten und Meinungen ausdrücken.
  • Ich kann für eine Schüler- oder Vereinszeitung einfache Texte über Ereignisse oder Erlebnisse schreiben, z. B. über einen Ausflug.
  • Ich kann in schriftlicher Form auf Inserate antworten und um detailliertere Informationen über Produkte bitten (z. B. über ein Auto oder über Kurse).
  • Ich kann per Fax, E-Mail oder Rundschreiben kurze, sachliche Informationen an Freunde oder Kollegen schicken und auf die gleiche Weise um Informationen bitten.
  • Ich kann meinen Lebenslauf in Form einer Zusammenfassung schreiben.
  • Ich kann persönliche Briefe an Freunde und Bekannte schreiben, ihnen Neuigkeiten berichten oder von Ereignissen erzählen und sie dazu auffordern, dasselbe zu tun.
  • In einem privaten Brief kann ich den Inhalt eines Films oder Buchs beschreiben und berichten, wie es auf einem Konzert war.
  • In einem Brief kann ich Gefühle wie Trauer, Freude, Interesse, Bedauern und Sympathie ausdrücken.

Strategien

  • Ich kann die Aussage eines anderen mit anderen Worten wiederholen, um zu bestätigen, dass wir einander richtig verstehen.
  • Ich kann jemanden darum bitten, seine Aussage zu erklären oder zu verdeutlichen.
  • Wenn mir ein Wort nicht einfällt, kann ich ein anderes, einfaches Wort mit einer ähnlichen Bedeutung benutzen.

Sprachqualität

  • Ich kann eine verständliche Unterhaltung führen, muss aber ab und zu überlegen und mich verbessern, vor allem, wenn ich längere Zeit frei rede.
  • Ich kann einfache, unmittelbar relevante Informationen übermitteln und verständlich machen, welcher Aspekt meiner Meinung nach der wichtigste ist.
  • Ich verfüge über ein ausreichendes Vokabular, um mich mit einigen Umschreibungen zu den meisten Themen aus meinem Alltagsleben (wie Familie, Hobbys, Arbeit, Reisen und aktuelle Ereignisse) zu äußern.
  • Ich kann mich in vertrauten, vorhersehbaren Situationen präzise und verständlich ausdrücken.

Jeder Student hat andere Prioritäten und daher ist es für dich wichtig, mit deinem Lehrer zu besprechen, welche Gebiete du gerne behandeln würdest. Du kannst diese Tabelle dazu verwenden, herauszufinden, was du im Unterricht abdecken möchtest. Fülle diese Tabelle aus und gibt sie am Ende jeder Woche deinem Lehrer. Sei aktiv und nimm dein Lernen selbst in die Hand!

Wöchentliche Analyse der Bedürfnisse

Sprechen Hörverständnis Lesen Schreiben
Because I need to/ want to
(Beispiel: Eröffnen eines Bankkontos) (Beispiel: ein Telefongespräch) (Beispiel: die regionalen Nachrichten lesen) (Beispiel: einen Beschwerdebrief schreiben)
Dieser Student muss ein Anliegen vorbringen können und braucht Vokabular aus der Finanzbranche. Dieser Student muss lernen, welche besonderen Formulierungen in Telefongesprächen verwendet werden, z. B. „this is“ anstelle von „I am“. Dieser Student muss vielleicht lernen, wie man die Bedeutung aus einem Kontext herleitet. Möglicherweise auch eine Analyse von Wortformen etc. Formen der Beschwerde in formaler Sprache. Vielleicht, wie man einen formellen Brief entwirft und strukturiert, beispielsweise was in einen Abschnitt gehört.
Hierbei fällt mir am schwersten:
(Beispiel: jemanden bitten etwas zu wiederholen, weil ich es nicht verstanden habe) (Beispiel: zu verstehen, was jemand sagt, den ich nicht sehe) (Beispiel: einen Artikel zu finden, der mir gefällt und aus dem ich etwas lernen kann) (Beispiel: höflich, aber bestimmt zu sein)
Diese Person braucht wahrscheinlich Begriffe für die Klärung bestimmter Aspekte wie „do you mean that …“ oder „so you’re saying …“. Analyse typischer Phrasen am Telefon und einige Ausdrücke zur Klarstellung wie „could you say that again?“ und „the line is very bad“. Texte überfliegen, die Kernaussage erfassen, die allgemeine Bedeutung der Anordnung eines Textes verstehen. Alle oberflächlichen Aspekte einer Lektüre. Funktionelle Sprache und formelle im Vergleich zu informeller Sprache.

Was du tun kannst

  • Wir geben dir einen Ordner für deine ganzen Unterlagen, den du auf dem Laufenden halten solltest. Das ist dein „Lehrbuch“.
  • Sortiere deine Unterlagen jede Woche ein. So kannst du sehen, wie deine Aktivitäten dazu beitragen, deine Wochenziele zu erreichen. Du erhältst für jede Woche, die du bei uns studierst, einen Bewertungsbogen – Hier kannst du ein Beispiel für einen ausgefüllten Bewertungsbogen herunterladen.
  • Rede mit deinen Lehrern! Sei aktiv! Verhandele, stelle Fragen und mach Vorschläge. Unser ganzes System basiert auf Verhandlungen und Planungen nach deinen Bedürfnissen. Es ist ganz wichtig, dass du mit deinen Lehrern kommunizierst, damit sie den Unterricht für dich zusammenstellen können. Je mehr Informationen du uns gibst, desto einfacher ist es für uns, deine Bedürfnisse zu erfüllen. Denke aber daran, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, was du möchtest, und dem, was du brauchst. Deswegen empfehlen wir dir, dich mit den Can-Do-Statements vertraut zu machen.

Je besser deine Lehrer dich kennenlernen, desto besser können sie ihren Unterricht dementsprechend anpassen. Denke aber daran, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, was du lernen möchtest, und dem, was du lernen musst. Wir versuchen, die richtige Balance zwischen beidem zu finden.

Was wir tun

Wir planen für dich: Wir verwenden in unserer Schule keine Schulbücher. Unseren Lehrern steht eine Bibliothek zur Verfügung und sie suchen das Material aus, das für dich am besten geeignet ist. Deine Lehrer geben dir Kopien des von ihnen verwendeten Materials. Sie nutzen außerdem viele Materialien aus dem Internet, aus Zeitungen, von neuen Websites … sodass du die Gelegenheit hast, authentisches Englisch zu praktizieren. Wir geben dir einen Ordner, in dem du all das sammeln kannst.

Wir kontrollieren deine Fortschritte: Durchschnittlich braucht ein Student 10 Wochen, um das nächsthöhere Niveau zu erreichen (200 Unterrichtsstunden); aber das gilt nicht für jeden Studenten. Wenn wir der Meinung sind, du bist soweit, nimmst du an einem Niveau-Abschlusstest teil. Vielleicht bis du in deiner Niveaustufe, weil du mehr Selbstvertrauen beim Sprechen brauchst, aber deine Grammatikkenntnisse sind sehr gut. In diesem Fall werden sich deine Lehrer vielleicht dazu entscheiden, dich schnell weiter zu bringen. Vielleicht bis du in deiner Niveaustufe, weil du gerade soweit bist, auf diesem Level anzufangen. In diesem Fall wirst du wahrscheinlich länger in dieser Stufe bleiben. Die Lehrer besprechen deine Fortschritte bei wöchentlichen Meetings.